Aus unserer Reihe: Allgemeines Programm

Lenz, Albert & Jungbauer, Johannes (Hrsg.)

Kinder und Partner psychisch kranker Menschen

Belastungen, Hilfebedarf, Interventionskonzepte

2008 , 368 Seiten

ISBN 978-3-87159-074-0

28.00 Euro

Menge:

[ Warenkorb ]

 

Kinder und Partner psychisch kranker Menschen sind immer Mitbetroffene. Ihre spezifischen Belastungen, Probleme und Erfahrungen konnten in einer Reihe von Studien empirisch belegt werden. Dabei spielt der Befund, dass Kinder und Partner ein statistisch erhöhtes Risiko für eigene Erkrankungen tragen, nur einen Teil der komplexen Problematik wider. So sind Kinder im Umgang mit dem psychisch erkrankten Elternteil häufig auf sich selbst gestellt und bleiben mit ihren Sorgen und Problemen allein. Auch auf die Partnerschaft wirkt sich eine psychische Erkrankung oft in gravierender Weise aus. Partnerschaften mit psychisch kranken Menschen sind fragile Beziehungen, die in vielerlei Hinsicht belastet und gefährdet sind. Vor diesem Hintergrund können spezifische Hilfeangebote für Kinder und Partner eine wichtige Bewältigungsressource darstellen.

 

Autorinnen und Autoren, die sich in den letzten Jahren praktisch und forschend intensiv mit Kindern und Partnern psychisch kranker Menschen beschäftigt haben, geben in diesem Band einen Überblick über den heutigen Stand der fachlichen Diskussion. Im Anschluss an die einleitenden Anführungen über Perspektiven für Forschung und Praxis folgen im ersten Teil Beiträge, in denen es um die Belastungen der Kinder sowie deren Hilfebedarf und professionelle Unterstützungsmöglichkeiten geht. Im anschließenden zweiten Teil finden sich Beiträge zur Lebenssituation der Partner und zu entsprechenden Hilfeangeboten.

 

 

Über die Herausgeber:

Prof. Dr. Albert Lenz, Studium der Psychologie, Soziologie und Pädagogik an der Universität München, seit 1994 Professor für Klinische Psychologie und Sozialpsychologie an der Katholischen Fachhochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Paderborn, Fachbereich Sozialwesen. Ausbildung in Familientherapie und psychologischer Krisenintervention an der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie München.

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Sozial- und Gemeindepsychiatrie, Psychiatrie und Jugendhilfe, Beratung und Krisenintervention, soziale Netzwerke und Empowerment. Zahlreiche Veröffentlichungen in diesen Bereichen.

 

Prof. Dr. Johannes Jungbauer, Studium der Psychologie an der Universität Trier, Promotion an der FU Berlin, Habilitation an der Universität Leipzig (Medizinische Psychologie). Zusatzausbildungen in Gesprächspsychotherapie (GwG) und Supervision (BDP). Von 1998 bis 2004 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Universitätsklinikum Leipzig; 2002 Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP). Seit 2004 Professor für das Lehrgebiet Psychologie an der Katholischen Fachhochschule Nordrhein-Westfalen in Aachen.

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Angehörigenforschung, Stress- und Belastungsforschung, Soziale Psychiatrie, Beratung, Training, Supervision. Zahlreiche Veröffentlichungen in diesen Bereichen.

 

 

Rezensionen:

Herausgeber und Autoren gehen sehr differenziert auf die Lebenssituation von Kindern und Partnern psychisch erkrankter Menschen ein. Die Interventionen einer professionellen Angehörigenarbeit werden sehr konkret und praxisnah dargestellt und können deshalb allen professionellen und ehrenamtlichen Helfern in der Gemeindepsychiatrie empfohlen werden. Da das Buch über weite Strecken allgemeinverständlich geschrieben ist, ohne dass Inhalte vereinfachend dargestellt sind, ist es insbesondere auch für betroffene (Ehe-)Partner und andere Angehörige eine lohnende Lektüre.

Thomas Staschik
In: Psychosoziale Umschau, 3/2008


[ Zur Übersicht ]