Aus unserer Reihe: Allgemeines Programm

Ungerer, Tomi & Burkhard Hoellen

Don't hope, cope! – Mut zum Leben

2006 , 308 Seiten

ISBN 978-3-87159-100-6

29.80 Euro

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„Studieren Sie dieses Buch ... Sie werden sich auf eine nützliche und zugleich vergnügliche Reise begeben.“

(Albert Ellis)

Sie befinden sich in einem tiefen Loch – und auch die größte Schaufel kann Sie nicht zurück ins Leben befördern? Ängste, Enttäuschungen oder Krankheit lasten schwer auf Ihrer Seele?

Holen Sie sich doch einfach das richtige Werkzeug! Dieses Buch liefert Bewältigungsstrategien, mit denen es gelingen kann, mit sich selbst zufriedener zu werden, egal welche Lebensumstände einen niederdrücken. Dabei wird der Schwerpunkt auf solche Möglichkeiten gelegt, mit deren Hilfe man aus eigener Kraft konstruktive Veränderungen bewirken kann – die Methoden und Strategien hierzu werden detailliert vorgestellt.

„Don’t hope, cope“: d.h. nicht aufgeben, haben Sie Mut zum Leben! Die Erfahrung, die man aus der Bewältigung kritischer Lebensereignisse gewinnt, prägt nicht selten den weiteren Lebensweg: Zunächst tief empfundenes Leid kann in Tapferkeit und in Lebensmut umgewandelt werden und trägt zu unserer persönlichen Entwicklung bei.

 

 

Über die Autoren:

 

Tomi Ungerer, geboren 1931, stammt aus einer Straßburger Uhrmacherfamilie.

Mitte der 50er Jahre ging er nach New York, wo sein unaufhaltsamer Aufstieg als Zeichner, Illustrator, Kinderbuchautor, Werbegrafiker, Satiriker und Gesellschaftskritiker begann.

Er lebt heute mit seiner Familie in Irland und Straßburg.

Tomi Ungerer wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz für seinen Beitrag zum kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Frankreich sowie mit dem „Hans Christian Andersen Award 1998 for Illustration“. Im Oktober 2000 wurde er vom Europarat zum Botschafter für Kinder und Erziehung in Europa ernannt. Im Februar 2004 hat die Universität Karlsruhe Tomi Ungerer die Würde eines Doktors der Philosophie ehrenhalber verliehen, für besondere Verdienste um die Weiterentwicklung der Kultur des Kinderbuches.

 

Burkhard Hoellen, geboren 1950, Dr. phil., Dipl.-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Supervisor.

Burkhard Hoellen war viele Jahre Leiter einer psychotherapeutischen Ambulanz in Merzig/Saar und jahrzehntelang Lehrbeauftragter an den Universitäten Saarbrücken und Kaiserslautern.

Seit Sommer 2000 hat er sich in freier psychotherapeutischer Praxis in Merzig niedergelassen. Burkhard Hoellen gilt als einer der führenden Vertreter der Rational-Emotiven Verhaltenstherapie (REVT) im deutschsprachigen Raum. Er hat zahlreiche Publikationen zur Klinischen Psychotherapie und zur Psychologiegeschichte verfasst. Mit dem Begründer der REVT, Albert Ellis, hat Burkhard Hoellen ein Standardwerk über diesen Therapieansatz geschrieben.

 

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Rezensionen:

Jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens mit kritischen Lebensereignissen wie Tod von Angehörigen oder eigenen chronischen bzw. lebensbedrohlichen Erkrankungen konfrontiert. Unterstützung bei der Bewältigung (englisch: Coping) dieser Belastungen geben Philosophie, Religion und Psychotherapie. Bei der Bewältigung menschlicher Probleme können zwei grundlegende Strategien unterschieden werden: Handlungs- und emotionsorientierte Strategien. Die beiden Autoren verstehen ihr Lebensmotto „Don’t hope, cope“, das sie als Buchtitel gewählt haben, im Sinne eine emotionszentrierten Bewältigungsstrategie: Mache Dir keine (falschen) Illusionen, halte stand, lass deine Gefühle zu, nimm die Belastung an und versuche aus der Situation das Beste zu machen. Handele, um zu hoffen. Die Annahme von existentiellen Bedrohungen setzt eigene Ressourcen frei und schafft Raum für neues Erleben und Handeln (= Hoffnung). Die Haltung des „Don’t hope, cope“ kommt besonders gut in den Worten Martin Luthers zum Ausdruck, er würde heute noch einen Baum pflanzen, selbst wenn er wüsste, dass die Welt morgen untergeht.
Die Autoren vermitteln ein Lebenskonzept, mit dem Menschen sich selbst und andere sowie belastende Lebensumstände akzeptieren und meistern können. Sie spannen einen weiten Bogen von Philosophie über Psychologie zur Psychotherapie, um das vorgestellte Lebenskonzept zu begründen. Die Akzeptanz von alltäglichen Belastungen und Schicksalsschlägen („Das Leben macht keine Geschenke“) und „trotz alledem“ die Bejahung des Lebens sind Lebenseinstellungen, die von griechischen und römischen Stoikern der Antike und in der Neuzeit von Existentialisten vermittelt wurden. Weiterhin unterstreichen die Autoren mit Befunden der Stressbewältigungsforschung, der positiven Psychologie und der Resilienz- („Unverwüstlichkeit“)forschung ihre Empfehlungen. Die von ihnen empfohlenen Bewältigungsstrategien von belastenden Lebensereignissen stammen vor allem aus der Rational-Emotiven Verhaltenstherapie (A. Ellis), aber auch der Logotherapie (V. Frankl), der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (S. Hayes) sowie der lösungsorientierten Therapie (S. de Shazer)...
Das Buch ist weit mehr als ein durch Illustrationen Tomi Ungerers aufgelockertes Lehrbuch der Rational-Emotiven Verhaltenstherapie. Es sollte auf dem Bücherregal jedes Psychotherapeuten und in der Sektion „Seelenbegleiter“ jeder gut sortierten privaten Bibliothek stehen. Das Buch ist ein wertvoller Begleiter auf dem Lebensweg, den Erich Kästner in seiner lyrischen Hausapotheke folgendermaßen beschrieben hat: „Das ist das Verhängnis: zwischen Empfängnis und Leichenbegängnis nichts als Bedrängnis.“

Winfried Häuser, socialnet

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