Aus unserer Reihe: Allgemeines Programm

Eschenröder, Christof T. & Wilhelm-Gößling, Claudia (Hrsg.)

Energetische Psychotherapie – integrativ

Hintergründe, Praxis, Wirkhypothesen

2012 , 340 Seiten

ISBN 978-3-87159-269-0

24.80 Euro

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3., überarbeitete und erweiterte Auflage

„Ein empfehlenswertes, bereicherndes Buch!“
(Claudia Erdmann, Verhaltenstherapie & psychosoziale Praxis 4/2012)


Energetische Psychotherapie wird heute in unterschiedlichen Varianten in der psychotherapeutischen Praxis angewendet, um belastende Emotionen abzuschwächen oder aufzulösen und dysfunktionale Kognitionen in Richtung wachsender Selbstakzeptanz zu verändern. Auch hilft Energetische Psychotherapie dabei, belastende und traumatische Erinnerungen so zu verarbeiten, dass sich die Symptome verringern und die Selbstkontrollfähigkeit zunimmt.
Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes beschreiben ihre umfangreichen therapeutischen Erfahrungen vor allem bei Ängsten, Phobien und Traumafolgestörungen und stellen Weiterentwicklungen der Technik im deutschsprachigen Raum vor. Sie zeigen, wie Energetische Psychotherapie als Zusatztechnik in verhaltenstherapeutische, psychodynamische oder systemische Verfahren integriert werden kann.
Die Leserinnen und Leser erhalten einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung sowie einen Einblick in die lebhafte Diskussion zu den theoretischen Grundprinzipien und den Wirkungsmechanismen der Energetischen Psychotherapie.


Zu den HerausgeberInnen:

Christof T. Eschenröder, geb. 1949, Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut und Supervisor, Dozent im Bereich der psychotherapeutischen Ausbildung und Fortbildung. Spezialgebiete: Behandlung von Prüfungs- und Redeangst, Traumatherapie. Psychologische Praxis in Bremen.

Dr. med. Claudia Wilhelm-Gößling, geb. 1961, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie; langjährige Tätigkeit als Oberärztin und Leiterin des Instituts für Psychotherapeutische Aus- und Weiterbildung an der Medizinischen Hochschule Hannover; seit 2009 Leitende Oberärztin am AMEOS Klinikum Hildesheim. Supervisorin und Dozentin im Bereich psychotherapeutischer und psychiatrischer Aus- und Weiterbildungen.


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Rezensionen:

„Die dritte und erweiterte Auflage des 2006 zuerst erschienenen Sammelbandes erfuhr umfangreiche Ergänzungen und Aktualisierungen. Das Buch gibt einen guten und profunden Überblick über die Energetische Psychotherapie, ihre möglichen Wirkweisen, Anwendungsfelder und theoretischen Hintergründe.
Es wird deutlich, dass die Methode (trotz ihres Namens) nichts mit Esoterik zu tun hat, sondern einen praktikablen, hilfreichen psychotherapeutischen Zugang eröffnet zur Heilung und Linderung verschiedener Krankheitsbilder, wie z.B. Posttraumatischen Belastungsstörungen, Angststörungen und Anpassungsstörungen. Auch bei stärkeren emotionalen Belastungen, die oft mit Erkrankungen einhergehen oder ihnen vorausgehen, wird Energetische Psychotherapie erfolgreich angewendet.
Energetische Psychotherapie sollte eingebettet sein in ein Therapiesetting auf der Grundlage einer sich ständig neu gestaltenden tragfähigen therapeutischen Beziehung als wesentlichem Garanten für einen guten Heilerfolg. Energetische Psychologie bedeutet nicht – und darauf weisen die Autoren eindrücklich hin –, dass eben mal ,geklopft‘ wird, wenn Probleme oder Krankheiten vorliegen, sondern dass hier ein Verfahren, das sich einfach anwendbar und unspektakulär präsentiert, verbunden werden sollte mit Sichten wissenschaftlicher Psychotherapie, einem wissenschaftlichen Verständnis von Krankheit, den Indikationen und Kontraindikationen, einer Würdigung der Symptomatik und der Ressourcen, einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Behandlung, sowie einer Offenheit, Transparenz und Anschlussfähigkeit gegenüber anderen Verfahren.
Die Autoren betonen an verschiedenen Stellen, dass es bislang wenig oder keine Wirksamkeitsnachweise der Energetischen Psychotherapie gibt, dass dies jedoch dem Verfahren keinen Abbruch tue. Im Falle vieler Psychotherapieverfahren, wie beispielsweise auch EMDR, herrschte zunächst Skepsis und Ablehnung, bis Studien den wissenschaftlichen Nachweis der guten Wirksamkeit bei verschiedenen Krankheitsbildern belegten.
Von mehreren Autoren werden interessante Hypothesen gebildet, welche Wirkfaktoren für die Erfolge der Energetischen Psychotherapie verantwortlich sein könnten, und es werden verschiedene Sichtweisen erörtert, beispielsweise Sichtweisen der Chinesischen Medizin, der Psychologie, der Neurophysiologie.
In mehreren Beiträgen wird anschaulich vermittelt, dass Energetische Psychotherapie integrativ ist und sich nicht nur in unterschiedliche Therapieansätze integrieren lässt, sondern das Therapiegeschehen insgesamt konstruktiv bereichert und erweitert.
Weitere Themen werden diskutiert, beispielsweise: Placebo Effekt, Bedeutung von Körperprozessen in der Psychotherapie, Parallelen zwischen verschiedenen Therapierichtungen, Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern, Bedeutung eines guten psychischen Zustands und Selbstfürsorge von TherapeutInnen, Einsatz der Methode zum Ressourcenaufbau und zur Ressourcensteigerung.
Interessante Fallvignetten veranschaulichen die Methode.
Gelungen sind auch die verständliche Darstellung der Technik sowie ein ausführliches Glossar.
Das Interview mit dem ,Schöpfer‘ der Energetische Psychotherapie, Fred Gallo, rundet die Beiträge ab.
Fred Gallo: ,Von unserem professionellen Feld wünsche ich mir, dass es offen, unvoreingenommen und experimentell an diese Verfahren herangeht und sie ausprobiert. Ich finde, wir sollten realistisch sein mit diesem Ansatz, aber auch anerkennen, welches Potential sich bisher darin zeigt.‘
Ein empfehlenswertes, bereicherndes Buch!“

Claudia Erdmann, Verhaltenstherapie & psychosoziale Praxis 4/2012


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