Aus unserer Reihe: Allgemeines Programm

Young, Jeffrey E.

Kognitive Therapie für Persönlichkeitsstörungen

Ein schemafokussierter Ansatz

2012 , 120 Seiten

ISBN 978-3-87159-334-5

17.80 Euro

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„Für  mich,  der  ich  gerne  den  schematherapeutischen Ansatz in der Arbeit mit Paaren nutze,
ist dieses erste Grundlagenwerk, das das Anliegen sehr zentriert, ein echter Gewinn.“
(Rudolf Sanders, Beratung Aktuell 4/2012)

 

Persönlichkeitsstörungen zählen zu den resistentesten klinischen Problemen, mit denen Therapeuten konfrontiert werden können – und sie gehören zu den heute am häufigsten auftretenden Fällen in der psychotherapeutischen Praxis.

Dieses Buch beschreibt die schemafokussierte Therapie, einen integrativen Ansatz, der zur Behandlung von Patienten mit Problemen wie emotional-instabiler, narzisstischer, ängstlicher (vermeidender), abhängiger, zwanghafter, passiv-aggressiver oder histrionischer Persönlichkeitsstörung. entwickelt wurde. Schemafokussierte Behandlungsstrategien haben sich ebenso für die Rückfallprophylaxe bei Depressionen, Angststörungen und Suchterkrankungen als nutzbringend erwiesen, wie auch für die Behandlung von körperlichem und psychischem Missbrauch, Essstörungen und chronischen Schmerzen.

Die Schematherapie ist mit ihrer Integration von Ansätzen aus der kognitiven Verhaltenstherapie, der Objektbeziehungstheorie sowie psychoanalytisch orientierten Therapien wegweisend geworden. Sie stellt aber auch eine Erweiterung der herkömmlichen kognitiven Verhaltenstherapie dar, mit einer stärkeren Gewichtung der therapeutischen Beziehung, emotionsaktivierenden Strategien und dem Einbezug der frühen Lebenserfahrungen.

In diesem ersten Grundlagenwerk der Schematherapie werden Theorie und Praxis kurzgefasst dargestellt und durch Fallbeispiele erläutert. Darüber hinaus beinhaltet es den Schemafragebogen Young Schema Questionnaire sowie einen Klientenleitfaden.


Zum Autor

Jeffrey E. Young, PhD, ist Gründer und Direktor des Zentrums für Kognitive Therapie New York und Connecticut. Er ist Mitglied der Fakultät der Psychiatrischen Klinik der Columbia Universität. J. E. Young erhielt seinen Bachelor-Titel von der Yale Universität und seinen Doktorgrad von der Universität von Pennsylvania. Danach absolvierte er eine postdoktorale Ausbildung am Center of Cognitive Therapy bei Aaron Beck, einem der maßgeblichen Begründer der Kognitiven Therapie, und arbeitete an diesem Institut auch als Direktor für die Ausbildung und Forschung.


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Rezensionen:

„Mittlerweile gibt es eine Fülle an Veröffentlichungen zur Schematherapie. Da stellt sich die Frage, warum jetzt das erste Grundlagenwerk aus dem Jahr 1990 in deutscher Übersetzung veröffentlicht wird. Für mich, der ich gerne den schematherapeutischen Ansatz in der Arbeit mit Paaren nutze, ist dieses erste Grundlagenwerk, das das Anliegen sehr zentriert, ein echter Gewinn.
Zunächst einmal geht es um eine Abgrenzung zu kognitiven Kurzzeittherapie, die von Beck und seinen Mitarbeitern 1979 zur Behandlung von Depressionen entwickelt wurde. Dabei werden die Grenzen von sieben Annahmen dieser Kurzzeittherapie aufgezeigt. Ferner die Einschränkungen der kognitiven Therapie bei Persönlichkeitsstörungen, da drei Charakteristika, nämlich Rigidität, Vermeidung und überdauernde interpersonelle Schwierigkeiten, zu beträchtlichen Problemen in der Anwendung der kognitiven Kurzzeittherapie führen. Faszinierend ist es nachzulesen, wie es aus diesen Beobachtungen zur Definition der frühen malaptiven Schemata kommt. Frühe maladaptive Schemata sind extrem stabile und überdauernde Motive, die sich in der frühen Kindheit entwickeln, über die gesamte Lebenszeit hinweg elaboriert werden und die maßgeblich dysfunktional.
Im zweiten Teil dieses Grundlagenwerkes wird aufgezeigt, wie es möglich ist, mithilfe eines Schemafragebogens und eines Klienten-Leitfadens gemeinsam mit den Ratsu-chenden sich dieser das Leben behindernden Einschränkungen bewusst zu werden und funktionale Wege des Verhaltens zu lernen.
Der Hinweis, dass die Therapie bzw. die Beratung in und mit Gruppen eine ausgezeichnete Möglichkeit für die Aktivierung von Schemata – die ja zwischenmenschliche Ursprünge aufweisen – ist, kann ich aufgrund meiner langjährigen Erfahrung im Rahmen der Paarberatung nur bestätigen. Und gerade, wenn diese aktiviert sind, ist die beste Voraussetzung gegeben, neues funktionales Verhalten zu lernen.“

Rudolf Sanders, Beratung Aktuell 4/2012, S. 67f.


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